68,1 Prozent der österreichischen Warenexporte gingen 2025 in andere EU-Staaten (Statistik Austria, Außenhandel 2025). Für einen Zulieferer heißt das: Ein Zoll, den sein Abnehmer in Übersee zahlt, erreicht das eigene Auftragsbuch, ohne dass der Betrieb selbst dorthin verkauft. Der Kunde bestellt weniger, und die Planung der nächsten Monate wackelt.
In dieser Lage liegen Investitionsvorschläge auf dem Tisch: eine Anlage, eine Software, ein KI-Werkzeug. Die Versuchung ist, alles zu verschieben oder alles zugleich zu beginnen. Ich stelle Eigentümern und Geschäftsführungen vor einer solchen Entscheidung drei Fragen.
Wann rechnet es sich bei schwächerer Auslastung?
Die Amortisation gehört mit der Auslastung des schwächeren Jahres gerechnet, nicht mit dem Plan.
Wer macht es?
Die Menschen, die jetzt neue Kunden suchen, sind oft dieselben, die ein Projekt einführen würden. Ein Vorhaben, das Vertriebszeit bindet, konkurriert mit der Kundensuche.
Wie kommt der Betrieb wieder heraus?
Wenn Daten und Abläufe an einem Anbieter hängen, kostet der Wechsel Geld. Wichtig sind Verträge mit Ausstiegspunkten und Daten, die sich exportieren lassen.
Die Reihenfolge
Ich empfehle, sich in Stufen festzulegen: ein Pilot an einer Linie, ein Zwischenziel und ein vereinbartes Abbruchkriterium. Ein profitabler Betrieb baut so die zweite Säule, solange die erste noch trägt.
Wer vor einer solchen Entscheidung steht, kann sie mit mir in einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch durchgehen. Mehr dazu bei Geschäftsmodell-Beratung und KI-Beratung für den Mittelstand.
Quelle: Statistik Austria, endgültige Außenhandelsergebnisse 2025, 15.10.2026.
