Wenn eine Geschäftsführung ausfällt oder eine Leitungsstelle offen bleibt, läuft das Geschäft weiter, und jemand muss entscheiden. Eine dauerhafte Besetzung braucht Zeit. Eine Führung auf Zeit überbrückt sie, wenn das Unternehmen vorher drei Punkte klärt.

Der Auftrag

Was soll am Ende des Einsatzes anders sein? Wer eine Stelle nur hält, bringt dem Unternehmen wenig. Ein Auftrag mit Meilensteinen bringt mehr: Kennzahlen eingeführt, der Vertrieb neu aufgestellt, die Integration nach einem Zukauf abgeschlossen.

Die Befugnis

Wer eine Linie führt, muss über Budget, Personal und Kundenkontakt entscheiden dürfen. Wenn er nur empfiehlt, ist das Beratung. Beides hat seinen Platz, aber der Unterschied gehört vor Beginn auf den Tisch.

Das Ende

Ein Einsatz auf Zeit endet mit einer Übergabe. Wer folgt, wie wird er eingearbeitet, was liegt dokumentiert vor? Die Übergabe gehört an den Anfang der Planung und nicht an den Schluss.

Zwei Formen

Bei einer unbesetzten Position führe ich in Vollzeit für eine begrenzte Phase. Wenn ein Unternehmen Erfahrung braucht, aber keine volle Stelle, übernehme ich die Verantwortung an zwei bis drei festen Tagen je Woche. Im Englischen heißt dieses Modell Fractional Leadership.

Aus meiner Praxis

Als COO der US-Tochter eines Konzerns hatte ich die volle Ergebnisverantwortung mit sieben direkt berichtenden Führungskräften und habe nach einer grenzüberschreitenden Akquisition die Integration geleitet. Auch eigene Betriebe habe ich über Jahre mit Budget- und Personalverantwortung geführt.

Wer eine Position auf Zeit besetzen will, kann mit diesen drei Fragen beginnen. Das Erstgespräch dauert 30 Minuten und ist kostenlos und unverbindlich. Mehr dazu bei Interim Management und Fractional Leadership und bei Nachfolge und Übernahme.

Quelle: eigene Berufs- und Mandatserfahrung des Autors.